Potstock 2017 - Shortstorys, vom Winde verweht

Bild des Benutzers Mrs.Pophead
Mrs.Pophead

* Der Potstock-Auskenner kommt, wenn möglich, bereits am Donnerstag. Das hat den Vorteil, dass man noch einen der begehrten Außenplätze ergattern kann und genug Platz für die ganze "Familie" freihalten kann. Der Nachteil ist, dass das Klo-Haus erst irgendwann im Laufe des Nachmittags aufgestellt und angeschlossen wird. Die Dixis sind zwar schon geliefert aber noch nicht verteilt. Hierfür wurde dieses Jahr eine gute Lösung gefunden: Man nehme einen Schleppgurt und einen  Pick-up und schon geht sie los, die wilde Fahrt im...äh...mit dem Dixi übers Feld.

* Zwar kommt man zum Feiern zum Potstock und nimmt dabei in Kauf eventuell zu später Stunde keine gute Figur mehr zu machen, aber ein bisschen Stil muss sein. Wer etwas auf sich hält und Mittel und Begabung dafür hat, kommt mit dem "richtigen" Auto. Ein "H"-Kennzeichen sollte das gute Stück schon besitzen. Weit vorne im Ansehen liegt natürlich der VW Bulli. Aber auch andere Modelle werden bewundert. Ein Pick-up hat zudem aber noch sehr praktische Vorteile: Er eignet sich nicht nur als Dixi-Abschleppwagen, sondern auch als Begegnungsstätte, Bar und Abwaschtisch. Die geschlossene Ladefläche bietet sich zudem auch für eine Poolparty an.

* Kein Wetter ist schlecht, man muss es nur zu nutzen wissen. Ganz weit vorne lagen in diesem Jahr die Leute, die einen Drachen mithatten. Sieht doch so ein kleiner Drachen sehr viel eleganter aus, als die billigen Pavillons, die noch so durch die Gegend flogen. Für die Reparatur solch ungewollter Flugobjekte empfiehlt es sich immer eine Rolle Gaffa Tape dabeizuhaben. Für das nächste Jahr sollte man dann aber vielleicht etwas mehr Geld anlegen beim Kauf eines neuen Unterstandes.

* Ob Bio, Vegan, Vegetarisch, oder Mikrobiotisch, beim Potstock kommt am Ende alles auf den Grill. In diesem Jahr tatsächlich gerne auf den Grill eines sehr bekannten Herstellers. Hier mutierte das Potstock zu einer Art Modell-Messe, da praktisch die komplette Produktpalette dieses Herstellers auf dem Platz zu finden war. Aber auch Kaffee kochen kann zu einem großen Thema werden. Dieses Jahr hat die schlecht gelaunte Kaffeemaschine aus dem Pothead-Büro an dem Betriebsausflug teilhaben dürfen. Wir mussten auch schon mal die Espressomaschine unseres Nachbarn mit Strom versorgen. Selber bevorzugen wir allerdings die Old-School-Variante: exklusiv handgefiltert und mit viel Geduld aufgegossen. Exquisit!

* Bisher waren wir der Überzeugung, dass das Potstock ausschließlich von netten, gut sozialisierten Menschen besucht wird. Aber wie das so ist, wenn Mensch zu Mensch zu Mensch kommt, irgendwann sind es so viele, dass der statistische Blödmann dann eben doch mit dabei ist. Wir mussten uns daher von einem Klappspaten verabschieden, den sich wohl jemand ungefragt ausgeborgt und dann nicht wieder zurückgebracht hat. Noch schlimmer hat es allerdings die Sauerland-Family getroffen. Hier hat jemand die Gitarre vom Junior zertreten. Das ist eine wirkliche beschissene Nummer. Hallo? Wie blau oder wie blöd muss man sein um eine Gitarre zu zertreten? Bleib bitte im nächsten Jahr einfach zu Hause, du Arschloch.

* Von solch unangenehmen Leuten einmal abgesehen, freuen wir uns über jeden, der uns am Zelt besuchen kommt oder uns bei sich zum Bierchen einlädt. So wurden in diesem Jahr bereits drei Stunden nach unserer Ankunft unsere Besucherstühle in Beschlag genommen. Die Kollegen aus dem Raum Oldenburg befanden sich auf Grund geistiger Getränke bereits in einer gedanklichen Zeitschleife, die uns alle 5 Minuten dasselbe Gespräch führen lies. Innerhalb einer halben Stunde hatten wir daher gute 6 Mal mitgeteilt wo wir herkommen und wie oft wir bereits beim Potstock waren. Aber egal, Jungs, im nächsten Jahr sollten wir diese Unterhaltung weiterführen...vielleicht mit einem neuen Gesprächsschwerpunkt.

* Zeitschleife ist ein guter Stichpunkt! Die Zeit spielt in Hohenlobbese eine ganz eigene Rolle, aber davon im nächsten Bericht mehr...

 

Neueste Videos